Layher GmbH: Logistik optimiert, Kommunikationsaufwand minimiert

31. Mai 2018 | Bremen (DE)

Layher GmbH: Logistik optimiert, Kommunikationsaufwand minimiert

Ohne sie läuft nichts: Gerüstsysteme gehören nicht nur auf Baustellen zu den unverzichtbaren Hilfsmitteln, sondern werden auch auf Werften, bei Industriemontagen oder auf Events als temporäre Bauten eingesetzt. Einer der weltweit führenden Hersteller der Branche, die Wilhelm Layher GmbH & Co KG mit Stammsitz in Güglingen-Eibensbach, hat im Rahmen einer SAP-Einführung seine Versandlogistik für die sperrigen und schweren Elemente optimiert.

Täglich verlassen Produkte mit einem Gesamtgewicht von mehreren hundert Tonnen an Bord von bis zu 90 LKW den hochautomatisierten Layher-Produktionsstandort am Stammsitz in Güglingen-Eibensbach. Die Ausführung der Transporte erfolgt durch Speditionsunternehmen.

Im Rahmen der Einführung der Standardsoftware SAP hat der Hersteller seine Pack- und Laderaumoptimierung „ab Werk“ in Angriff genommen. „Dieser Schritt bot sich an, denn das bei Layher bislang genutzte windowsbasierte Planungstool für die Logistik sollte ebenfalls abgelöst und durch ein einheitliches User-Interface ersetzt werden“, berichtet Klaus Dommes, Senior-Projektmanager des Bremer Softwareherstellers ORTEC.

Logistikoptimierung in SAP integriert


Um die Logistikplanung insgesamt transparenter zu machen, suchte Layher eine Software, die in SAP integriert ist und somit standardisierte Belege wie den SAP-Kundenauftrag und die SAP-Umlagerungsbestellung berücksichtigt. Außerdem sollte es für die fünf Disponenten möglich sein, beim Versand per LKW die Entladereihenfolge selbst zu bestimmen. „Unsere Aufgabe bestand vor allem darin, die Transportplaner bei Layher mit einer geeigneten Software dahingehend zu unterstützen, aus allen täglich auszuführenden Transporten voll ausgelastete Ladeeinheiten zu generieren und optimierte Touren zu planen“, so der Projektmanager von ORTEC weiter. Die Zahl der benötigten LKW sollte somit auf ein Minimum reduziert werden.

Darüber hinaus sollten den Disponenten die geplanten und optimierten Ladeeinheiten unmittelbar 3D-graphisch angezeigt werden. Weitere Herausforderungen bestanden darin, eine reibungslose Übergabe der Planungsergebnisse an das bestehende Staplerleitsystem zu gewährleisten und die Einsehbarkeit der Tourenplanungsergebnisse abteilungsübergreifend zu ermöglichen. „Damit wollten wir die bislang aufwendige interne Kommunikation bei der Umsetzung unserer Logistikprozesse minimieren“, erklärt Patrick Reiner, M.Sc., Dipl.-Ing. (FH) und Leiter Logistik bei Layher, einen weiteren Baustein des Pflichtenheftes.

So entschied sich Layher nach einem Besuch auf dem ORTEC-Messestand während der Messe LogiMAT in Stuttgart für die Einführung von ORTEC for SAP ERP (O4S). Dabei handelt es sich um eine in SAP integrierte, modular aufgebaute und individuell kombinierbare Optimierungssoftware. Für den Hauptsitz in Güglingen-Eibensbach implementierten die ORTEC-Experten parallel zur laufenden SAP-ERP-Einführung das Basismodul O4S mit dem Transport Load Optimizer (TLO) und Optimierungsmodule zur Pack- und Laderaumoptimierung (PPO und VSO).

„Die Anwender bewegen sich unmittelbar in der Standard-SAP-ERP-Umgebung und planen mit O4S ihre täglichen Transporte“, beschreibt Dommes den neuen Prozess. „Das Ergebnis sind optimal geplante Touren mit optimal ausgelasteten Fahrzeugen oder Containern.“ Bei Bedarf arbeiten die Disponenten auf Basis einer 3D-Grafik. „Dabei ist ein manuelles Eingreifen und Übersteuern selbstverständlich möglich“, betont Dommes.

Disponententeam wird effizient unterstützt


„Uns hat bei der ORTEC-Lösung vor allem überzeugt, dass die intelligenten ORTEC-Algorithmen dort ansetzen, wo sich die Auftrags-, Umlagerungs- und Mietkontraktdaten befinden, nämlich direkt im SAP-System“, freut sich Patrick Reiner von Layher. SAP-Kundenaufträge, die SAP-Umlagerungsbestellungen oder beispielsweise der Layher-spezifische Mietkontrakt werden als Planungsbelege verwendet. Die Planung berücksichtigt dabei auch verschiedene kundenspezifische Restriktionen, wie beispielsweise vertikale und horizontale Teilung, Restmengen in verschiedenen Ladungsträgern oder das Verpacken als Bund. Ein zentraler Planungsmonitor hat den bisher aufwändigen Abstimmungsbedarf zwischen den Abteilungen Vertrieb, Versand und Frachteinkauf deutlich reduziert. Darüber hinaus liefert er wertvolle Informationen im Austausch mit den Kunden und Spediteuren.

„Mit der implementierten Lösung haben wir die Liefertreue und Lieferzuverlässigkeit gesteigert, die Transport- und Logistikkosten gesenkt und unterstützen unser fünfköpfiges Disponententeam schneller und effizienter im Tagesgeschäft“, berichtet Patrick Reiner von Layher. „Wir haben bei Layher sehr kompetente Mitarbeiter auf allen Ebenen angetroffen, waren immer sehr pragmatisch unterwegs und haben unsere Ziele zeitgerecht umgesetzt“, so Warangkana Jaturasitha, Senior Consultant bei ORTEC.