ORTEC und Medisch Spectrum Twente (MST) freuen sich, ihre gemeinsame Präsentation auf der Konferenz World Class Digital Health, die vom 9. bis 10. Oktober 2025 in Frankfurt am Main stattfindet, ankündignen zu können. Diese führende internationale Veranstaltung bringt Innovatoren aus dem Gesundheitswesen aus aller Welt zusammen, um wegweisende Strategien, Lösungen und bewährte Verfahren auszutauschen.
Bewältigung von Personalmangel und Förderung der Mitarbeitendenbeteiligung
Das Gesundheitswesen steht vor einer doppelten Herausforderung des Personalmangels, der vor allem auf die alternde Bevölkerung und der zunehmenden Patientenwünsche zurückzuführen ist. Dieser Druck gefährdet nicht nur die Qualität der Versorgung, sondern wirkt sich auch auf das Engagement und die Bindung der Beschäftigten aus. In ihrer gemeinsamen Präsentation werden ORTEC und MST aufzeigen, wie digitale Innovationen, datengestützte Dienstplanerstellung und die Einbindung der Beschäftigten in Entscheidungsprozesse sowohl die operative Leistungsfähigkeit als auch die Arbeitszufriedenheit verbessern können. Der Schwerpunkt liegt auf praktischen, bewährten Methoden, die die Effizienz steigern und gleichzeitig die Versorgungsqualität auf höchstem Niveau gewährleisten.
ORTEC: Mathematik und KI für eine intelligentere Dienstpläne
Als Vertreter von ORTEC wird Goos Kant, Senior Optimization Consultant des Unternehmens und Professor für Optimierung an der Universität Tilburg, erläutern, wie fortgeschrittene Mathematik und künstliche Intelligenz eingesetzt werden, um qualitativ hochwertigere und benutzerfreundlichere Dienstpläne zu erstellen. Die Lösungen von ORTEC kombinieren Optimierungsalgorithmen mit innovativen Technologien wie Large Language Models, die in Personal-Apps integriert sind, um die Beschäftigten bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und den Dienstplanerstellungsprozess reibungsloser und transparenter zu gestalten.
Goos Kant verfügt über fundierte Fachkenntnisse in der Anwendung quantitativer Entscheidungsfindungsmethoden auf komplexe, praxisnahe Probleme und war bereits in verschiedenen Branchen tätig, wobei sein Schwerpunkt insbesondere auf dem Gesundheitswesen liegt. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit steht die Entwicklung intelligenterer, gerechterer und effizienterer Systeme für die Personal- und Ressourcenplanung.

MST: Stärkung der Beschäftigten durch Selbst- und Multi-Ressourcenplanung
Von MST wird Peter Kustermans, Manager bei MST, den Wandel im Gesundheitssektor hin zu stärker an den Mitarbeitenden orientierten Dienstplänen und einer integrierten Kapazitätsplanung vorstellen. Medisch Spectrum Twente – eines der größten Spitzenkrankenhäuser der Niederlande mit rund 3500 Beschäftigten – bietet spezialisierte Versorgung, die von der Unfallmedizin bis hin zu hochspezialisierten chirurgischen Eingriffen reicht, und zieht Patientinnen und Patienten aus dem ganzen Land an.
Kustermans wird erläutern, wie der innovative Ansatz des ‚kollaborativen Selbstplanungssystems‘ bei MST den Beschäftigten mehr Kontrolle über ihre eigenen Dienstpläne ermöglicht. Im ersten Schritt des Verfahrens geben die Beschäftigten ihre bevorzugten Schichten ohne Einschränkungen an. Im zweiten Schritt werden etwaige Personalüber- oder -unterbesetzungen sichtbar, sodass die Beschäftigten freiwillig Änderungen vornehmen können. Im letzten Schritt schließen die zentralen Planer die verbleibenden Lücken, unterstützt durch die Optimierungstools von ORTEC. Diese Methode hat zu einer höheren Mitarbeitendenzufriedenheit, kürzeren Bearbeitungszeiten bei der Dienstplanerstellung und einer zuverlässigeren operativen Umsetzung geführt.
Neben der Selbstplanung hat MST einen Ansatz zur ‚Multi-Ressourcenplanung‘ eingeführt, der verschiedene Ressourcen in einen koordinierten Dienstplan integriert. Dazu gehören die Abstimmung der Arbeitszeiten der Ärztinnen und Ärzte auf die Verfügbarkeit von Operationssälen und Sprechzimmern, die Optimierung der Kapazitätsplanung sowie die Gewährleistung einer besseren Auslastung der Einrichtungen. Das Ergebnis ist ein System, das das Gleichgewicht zwischen Patientenwünschen, verfügbaren Ressourcen und der Work-Life-Balance des Personals verbessert und gleichzeitig Ineffizienzen abbaut.
Peter Kustermans ist für seine Führungsrolle in komplexen Gesundheitsumgebungen anerkannt, in denen er operative Verbesserungen vorantreibt, die Effizienzsteigerungen direkt mit dem Wohlbefinden der Beschäftigten und der Qualität der erbrachten Versorgung verknüpfen.
